Niclas Erdmann und Lukas Heißner nahmen am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen an der diesjährigen Bundesrunde der Internationalen Physikolympiade (IPhO) teil. Sie traten gegen 48 weitere Teilnehmende aus ganz Deutschland in zwei theoretischen und zwei experimentellen Klausuren an. Nachmittags gab es verschiedene vertiefende Seminare zur Physik oder zum DLR. Dabei wurden Themen wie „Peitschenknall und Überschall“, die spezielle Relativitätstheorie, Wettervorhersagen und die Himmelsmechanik behandelt. Zudem gab es einen dem DLR gewidmeten Tag, an dem die beiden einen Flugsimulator ausprobierten, Experimente zum sogenannten „Flattern“ von Flugzeugflügeln durchführten und zahlreiche Windkanäle besichtigten.
Ein besonderes Highlight war das Forschungsflugzeug, in dem die Klimatisierung der Kabine erprobt wurde. Bei der feierlichen Preisverleihung im DLR School Lab belegte deutschlandweit Lukas Heißner den 45. und Niclas Erdmann den 33. Platz.
Das Spezi gratuliert zu diesem herausragenden Erfolg. 👏
🔭 Bundesrunde des 31. Bundeswettbewerbs Physik 2025
Von rund 500 Teilnehmenden der Vorrunden hatten es die 30 besten Schülerinnen und Schüler in die Bundesrunde des 31. Bundeswettbewerbs Physik geschafft – darunter erfreulicherweise sieben Schüler aus Thüringen, was uns zu der am stärksten vertretenen Region machte. Das Finale fand vom 24. bis 28. Mai 2025 in München statt und bot den jungen Physiktalenten ein intensives, vielseitiges Programm auf höchstem Niveau.
Gleich zu Beginn forderte ein kreativ-technischer Gruppenwettbewerb am Anreiseabend das physikalische Geschick und die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams: Aus einem Bogen Papier sollte eine Rampe gebaut werden, um eine Stahlkugel möglichst weit zu katapultieren. Es folgte am Sonntag eine anspruchsvolle Experimentalklausur am Camerloher Gymnasium in Freising. In drei Themenfeldern mussten die Teilnehmenden je vier Versuche durchführen – von der Bestimmung der Geschwindigkeit eines Spielzeugpfeils über Impulsübertragungen bis zur Auswertung induzierter Spannungen mithilfe digitaler Messtechnik.
Nach einem erlebnisreichen Stadtrundgang durch München erwartete die Schüler am Montag die Theorieklausur mit komplexen physikalischen Problemstellungen, bevor ein Besuch im Deutschen Museum Einblicke in Themen wie Radioaktivität und Strahlungsmessung bot. Am letzten Wettbewerbstag standen im PhotonLab des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching Experimente zur Quantenphysik auf dem Programm – unter anderem zu Interferenzphänomenen und Spektralanalyse.
Den krönenden Abschluss bildete eine Führung durch die Glyptothek München. Dass selbst antike Skulpturen bei dieser physikaffinen Gruppe auf reges Interesse stießen, zeugt von der beeindruckenden Offenheit und Neugier der Teilnehmenden.
Besonders beglückwünschen wir unsere beiden Teilnehmer aus Erfurt, Damian Mattea (KS 9) und Konrad Cermann (KS10), wobei Konrad sogar den phänomenalen zweiten Platz geholt hat!
Herzlichen Glückwunsch!
